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Hintergrund

Dass es die Bundeskoordinierungsstelle (BKSF) gibt ist ein Erfolg der Praktiker*innen aus den Fachberatungen, die sich lange und unermüdlich für die Einrichtung der BKSF eingesetzt haben.

Über zwei Jahre wurde in Workshops und Arbeitsgruppen das Konzept für die BKSF erarbeitet und letztendlich eine Förderung beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bewilligt. Dabei wurden viele Diskussionen geführt und Arbeitsgrundlagen geschaffen, die die Arbeit der BKSF heute bestimmen. Ende 2016 konnte es losgehen: der Aufbau der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend hat begonnen.

Das zentrale Anliegen war, eine Stelle auf Bundesebene zu etablieren, die sich für die Interessen und fachlichen Anliegen der spezialisierten Fachberatungsstellen einsetzt, die mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend arbeiten, egal welches Alter diese heute haben. Zwar sind die meisten dieser spezialisierten Fachberatungsstellen in den Fachverbänden DGfPI – Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V., bff: Frauen gegen Gewalt e.V. und BAG FORSA – Bundesarbeitsgemeinschaft Feministischer Organisationen gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen e.V. organisiert. Was jedoch fehlte, war eine Stelle, die gezielt die Belange dieser Gruppe der Beratungsstellen mit den dafür nötigen Ressourcen auf Bundesebene unterstützt und vertritt.

Dabei sollte kein vierter Fachverband aufgebaut werden, sondern eine Stelle, in der bestehendes Wissen und Ressourcen aus den Verbänden konstruktiv zusammengeführt werden. Deswegen sind DGfPI e.V. als Trägerin sowie BAG FORSA e.V. und bff: Frauen gegen Gewalt e.V. als Kooperationspartner*innen ein Teil der Bundeskoordinierungsstelle und bringen sich über Referent*innen aktiv in die Gestaltung ein.

Eine weitere Maxime war es, dass die BKSF als ein Organ der Fachberatungsstellen eng an die Basis angeschlossen sein und in ihrem Sinne wirken soll. Deshalb nimmt der Fachstellenrat eine zentrale Rolle ein. Dieses Gremium aus Praktiker*innen hat die Mitarbeiter*innen aus der Geschäftsstelle ausgewählt, steht mit ihnen im engen Austausch und bestimmt maßgeblich den Kurs der BKSF.

Die BKSF möchte ansprechbar sein für die Kolleg*innen aus den spezialisierten Fachberatungsstellen, sie unterstützen und mit Informationen versorgen, Bedarfe abfragen, Sprachrohr sein und sie auf der Bundesebene vertreten. Um dies zu ermöglichen, sind in der Geschäftsstelle sind fünf Mitarbeiter*innen mit verschiedenen Schwerpunkten tätig, die kontinuierlich an diesen Zielen arbeiten.

Eine weitere wichtige Rolle wird die Fachstellenvollversammlung einnehmen, die im November 2017 das erste Mal einberufen wird. Zu ihr sind alle spezialisierten Fachberatungsstellen eingeladen. Die Vollversammlung ist ein Raum für Partizipation und Mitbestimmung für die Praktiker*innen. Auf der zweiten Fachstellenvollversammlung wird – vorbehaltlich der Folgefinanzierung der BKSF – der Fachstellenrat neu gewählt.

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