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Neues Bundesmodellprojekt stärkt Fachberatung im ländlichen Raum

Aktuelle Projektinformationen und Kontakt

Bundesmodellprojekt FLR – Spezialisierte Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend für Ländliche Regionen 

Das neue Bundesmodellprojekt startete im Dezember 2018 und ist als eigenständiges "Schwesterprojekt" in die Büroräume der BKSF eingezogen. Claudia Igney und Malte Jansen sind als Projektverantwortliche in Berlin ansprechbar unter flr.koordinierung@gmx.de oder 030/88916864. Hier stellen wir den Hintergrund und den aktuellen Arbeitsstand des Projekts vor. Es wurden bereits drei Fachberatungsstellen für die erste Förderphase ausgewählt.

Versorgungssituation im ländlichen Raum

Praxiserfahrungen und Studien (z.B. die Expertise Fachberatungsstellen von Kavemann u.a. 2016) zeigen eine steigende Nachfrage nach spezialisierter Fachberatung für Betroffene sexualisierter Gewalt, Angehörige und Fachpersonen. Auch der Bedarf an Prävention, Unterstützung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten in Institutionen, Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation wächst. Bisher hat dies jedoch noch nicht zu einer Verbesserung der Versorgungslage in der Breite geführt.

Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, fordern die Fachverbände gemeinsam mit den Fachberatungsstellen mehr Anerkennung und eine bessere finanzielle Ausstattung ihrer Arbeit (https://100pro-beratung.de/).

Eine besonders deutliche Unterversorgung besteht in vielen ländlichen Regionen. Dichte und Vielfalt an spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt sind geringer. Insbesondere für bestimmte Zielgruppen (Jungen*/Männer*, Menschen mit Behinderungen oder mit geringen Deutschkenntnissen) fehlen Angebote bzw. reichen nicht aus. Hinzu kommen Zugangshürden durch weite Wege, mangelnden öffentlichen Nahverkehr, geringe Anonymität oder Auflagen (z.B. Beratungsangebot nur für Einwohner*innen der eigenen Kommune). Neben einer Erhöhung der Ressourcen sind deshalb neue Konzepte gefragt, wie alle Zielgruppen erreicht und angesprochen werden können. Hier setzt das Bundesmodellprojekt FLR an.

Modellprojekt FLR

Bis 2021 werden in insgesamt acht unterversorgten ländlichen Regionen verschiedene Modelle für Kooperation und Beratung erprobt und Strategien entwickelt, wie spezialisierte Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in ländlichen Regionen bedarfsgerechter angeboten und verankert werden kann.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Träger ist die DGfPI e.V. Laufzeit: 2018 – 2021.

Das Modellprojekt arbeitet eng mit der der Bundeskoordinierung spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF) zusammen. Projektleitung/-koordination des FLR-Projektes sind in Bürogemeinschaft mit der BKSF in Berlin.

Im Dezember hat der Fachbeirat des Projekts unter Mitwirkung des BMFSFJ drei Fachberatungsstellen für die erste Projektphase ausgewählt. Die Vielzahl der Bewerbungen zeigte eindrücklich den immensen Bedarf und das große Engagement der Kolleg*innen vor Ort.  

Drei Projektpartner*innen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands werden nun bis Ende 2021 verschiedene Konzepte erproben, um die Versorgung mit spezialisierter Fachberatung im ländlichen Raum zu verbessern. Es sind:

Die zweite Projektphase wird im Januar 2020 starten und weitere fünf Fachberatungsstellen einbeziehen. Die Ausschreibung wird Mitte 2019 erfolgen.

Für Fragen und Anregungen können Sie sich gern an uns wenden.

Kontaktadresse

Claudia Igney (Projektleitung) & Malte Jansen (Projektkoordination)

Koordinierungsstelle FLR - Spezialisierte Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend für Ländliche Regionen

Telefon: 030 88916864
Telefax:  030 88916865
E-Mail: flr.koordinierung@gmx.de
Web: www.dgfpi.de
Post: Uhlandstraße 165/166, 10719 Berlin

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